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Erfolgsgeschichten Teil 2

Schauen wir uns hier an, was sich tolle Unternehmen seit Jahren besseres überlegt und getan haben und lernen wir voneinander. Wir zitieren aus unseren Erfolgsgeschichten der letzten 10 Jahre. Lesen Sie bitte und überlegen Sie, was gerade jetzt auch für Ihr Unternehmen ein guter Hinweis, eine gute Idee und ein guter Weg sind. In bessere Zeiten.

ABER BITTE MIT SAHNE
So steht es auf den roten Poloshirts der Bedienungen im Winklstüberl. Es ist schon eine Institution, was hier geschaffen wurde. Der Winklwirt Sepp Mairhofer, wie er genannt wurde und seine Frau Thekla haben 1950 dieses besondere Café gegründet. Auf dem Bild zum 50-jährigen Bestehen des Winklstüberl steht: „Rund 50 Jahre ist es her, war’s anfänglich auch schwer. Doch bald hieß es ganz unvergleichlich - hier gibt es Torten - gut und reichlich.“

Heute wird das Winklstüberl von der Tochter der Wirtsleute Frau Thekla Mairhofer weitergeführt, die als Schauspielerin bekannt ist. Bei meinem Besuch im Winklstüberl im Frühjahr 2012 konnte ich nicht mit ihr persönlich sprechen, aber mit ihrer Assistentin und ich habe erfahren, dass sie Printwerbung eigentlich nicht so mag. Die Menschen sollen hierher kommen, erzählt mir die Assistentin und das Winklstüberl erleben und weiterempfehlen. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Denn wer einmal dort war, der erlebt eine Atmosphäre, die viele hundert Besucher täglich anzieht. Man sieht die vielen hundert Kaffeemühlen, die die Gründer gesammelt haben und wie sie im Winklstüberl nebeneinander aufgereiht sind. Der Besucher spürt, dass Tradition und Qualität jetzt schon 70 Jahre andauern. Die Fotos geben einen Vorgeschmack auf das, was Sie unbedingt erleben sollten, wenn Sie in der Nähe von Fischbachau sind. Ganzjährig geöffnet von 8 Uhr bis 21 Uhr. Kein Ruhetag. www.winklstueberl.de

YUHUUU SCHMELZTIEGEL ADVENTURE CAMP SCHNITZMÜHLE
Ich bin gern einer von uns. Hier wo alles ein wenig anders klingt und ist als im normalen Leben. Übernachtung gibt’s in der Hacienda, in der Lodge, den schwarzen Häusern am Schwarzen Regen oder auf dem Campingplatz. Das Restaurant mitten im Bayerischen Wald heißt Thai-Bay-Thailändisch-Bayerisches Restaurant und Bar. Der Koch ist Südafrikaner und er ist Vegetarier.

Verantwortlich für all das sind die Nielsen-Brothers. Sebastian, geb. 1973 und Kristian, geb. 1976 , die miteinander das Adventure Camp Schnitzmühle seit ca. 20 Jahren gestalten. Der Beginn des Gesprächs in 2013 mit Sebastian war fast schon philosophisch. Eine Lodge im Bayerischen Wald, das war für die Banker mutig, was ja heißt, dass sie nicht begeistert waren. Mutig war für Sebastian und Kristian das vielleicht tausendste Landhotel im Bayerischen Wald zu bauen und darauf zu hoffen, dass das auch noch gebucht wird. „Wer nicht wagt, verliert! Die Tradition darf nicht an sich selbst ersticken, denn auch die Tradition ist ja irgendwann einmal entstanden und natürlich kommt auch Altes wieder“. Der Ansatz hier war: Weniger Probleme lösen, sondern neue Lösungen finden! Es braucht klare Strukturen, so wie beim Baum Form und Struktur organisch sind und er sich trotzdem jedes Jahr neu verzweigt und sich verändert. „Unternehmen“, so erklärt mir Sebastian, gefällt ihm als Begriff nicht so sehr, weil da ja „unter“ drinsteckt. Besser gefällt ihm der Begriff „Betrieb“, da steckt „Trieb“ drinnen und das meint er mit organisch. Ziele verfolgen mag Sebastian weniger, denn dann fliehen sie von uns weg. Er mag lieber den Vergleich mit Christoph Kolumbus, der in seiner Zeit, hätte er das Ziel gehabt die Welt zu umrunden, ja irgendwo heruntergefallen wäre, denn damals galt die Erde noch als Scheibe. Eher war es also ein Aufbruch und ein Abenteuer, welchem sich Kolumbus gestellt hat und dem sich auch das Adventure Camp stellt.

Schönheit darf nie elitär sein - erläutern mir beide Brüder ihre Gedanken zu ihrem Betrieb - und wir brauchen keine Zielgruppen, eher Stilgruppen und im Wirkkreis des Feuers am Campingplatz wird wichtig wer da ist. Wir sollten die Welt nicht bewerten, sondern sie betrachten wie eine Blumenwiese. Die Menschen sind wie Schmetterlinge. Wenn ihnen die Wiese gefällt, kommen sie wieder (Stammgäste) oder sie fliegen weiter zur nächsten Wiese und weiter und weiter. Wenn Sie in der Nähe von Viechtach sind, fahren Sie bitte hin. Die besondere Wiese/Weise der beiden Brüder wird sie begeistern.
www.schnitzmuehle.com





















ODLGRUBE UND FEINKOST

Was würden Sie machen, wenn Sie in einem gutbürgerlichen Gasthaus auf ihrem Tisch einen Aufsteller sehen, auf dem groß „Odl“ steht und weiter „er riecht nicht, wie er heißt, er schmeckt nicht, wie er heißt, aber er sieht aus, wie er heißt!“ Wären Sie neugierig geworden? Bei mir war das so im Mai 2014 am Abend im Wieninger Bräu in Prien am Chiemsee. Nach einem tollen Salat, der sehr zu empfehlen ist, hat mich der Odl-Aufsteller neugierig gemacht. Nachdem ich dann einen Odl bestellt und getrunken habe, war die Neugierde noch größer und ich habe den Kellner gefragt, wer denn so etwas herstellt? Das ist der Sepp, ein uriger Typ, so mit Bart und der wohnt nicht weit von hier in Amerang, war die Antwort und ich beschloss den Odlerfinder zu besuchen und persönlich kennen zu lernen. Es sollte für mich eine Lehrstunde, ein Erlebnis werden, wie ein Mensch Menschen begeistern kann und sich selbst auch immer wieder.

Ich traf Josef Stein, Sepp genannt im Poidl, dem Feinkostladen in Amerang, den seine Frau Renate Stein gegründet hat. Nachdem wir gegessen und probiert haben, sagt Sepp Stein zu mir, jetzt zeige ich Ihnen etwas. Einige Schritte vom Poidl entfernt zeigt er mir ein Bauwerk, das mir schon beim Durchfahren durch Amerang aufgefallen ist. Einen Neubau, wie man ihn nicht oft in Deutschland sieht. Zentral in einer Ortschaft baut jemand 14 Mietwohnungen mit Tiefgarage und … ja und das kann ich hier leider nicht beschreiben. Dann hat mich Sepp weitergeführt in eine Anlage, von der er mir erzählt hat, dass es hier Sozialwohnungen gibt. Auch das kann hier nicht beschrieben werden. Weiter geht es zum Dorfwirt, also hinein in eine Gaststube und ich bin einfach überwältigt, was hier an Atmosphäre, Stimmung und Wärme entstanden ist. Mittlerweile habe ich erfahren, dass für all diese Gebäude und Schönheiten Rudolf Rechl verantwortlich ist und den treffen wir dann auch noch und können kurz miteinander reden.

Im „Wirt von Amerang“ hat mich Sepp dann dem Wirt Bernhard Weber vorgestellt und in der Dorfstube gegenüber dem Koch Sagi Angelousis. In knapp zwei Stunden bin ich eingetaucht in das, was Amerang zu bieten hat und ich habe Sepp erlebt, einen Menschen, der es schafft, Menschen zu begeistern und zu verbinden.

Wenn wir heute in vielen Unternehmen erleben, dass es gerade noch ein Nebeneinander, wenn nicht gar schon ein Gegeneinander gibt, dann habe ich hier erlebt, dass in der Art, wie ich Sepp Stein kennengelernt habe, es nicht nur um ein Miteinander, sondern um die Königsdisziplin, um das Füreinander geht.

Wie aber kam’s zum Odl? Sepp erklärt mir, dass er Odl eigentlich nur für die Hausgäste seines Hotels gemacht hat. 21 Kräuter und ein mittelalterliches Rezept stehen für die Basis des Odls. Und er verrät mir, es gab auch Zeiten, wo das Zeug wie Odl geschmeckt hat. Aber im Laufe der Zeit hat sich das geändert und der Wunsch seiner Gäste ihnen den Odl zuzuschicken und immer mehr Gasthöfe, die sich dafür interessierten, führte dazu, dass sich hieraus ein Geschäft entwickelt hat. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Verwendung von Biokräutern den Odl nicht immer gleich werden lässt. Sein blumig, kräutiger Geruch und sein feinherber Geschmack spielen mittlerweile in einer besonderen Liga. In einer Zeit, wo es einen zusätzlichen Kräuterlikör wahrscheinlich nicht gebraucht hätte, funktioniert eine solche Idee nur, wenn man das Interesse der Kunden weckt. In diesem Fall ist es der Name. Es funktioniert wegen des Namens! Der Name ist etwas, worüber man redet. Und wer darüber redet oder über den Namen stolpert, so wie ich, der probiert vielleicht. Und wer probiert hat, der ist überzeugt!

Unser Tipp: Besuchen Sie Amerang! Kehren Sie ein im Feinkost Poidl. Testen Sie den Odl. Und vielleicht treffen Sie ja sogar den Sepp. All das zusammen wäre dann ein gelungener Tag für Sie persönlich und eine tolle Erfahrung für Ihren Betrieb! www.odlgrube.de

Autor/Textnachweis: Thomas Rösch

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