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STEUERLICHE BEURTEILUNG EINER ZAHNARZTHELFERIN

Einkommensteuer

Die Finanzbehörden sind nicht an die Beurteilung eines Arbeitsverhältnisses durch die Sozialver- sicherung gebunden.

Die Ehefrau eines Zahnarztes war als ausgebildete Arzthelferin in der Praxis ihres Ehemanns tätig. Die Arbeit wurde jahrelang als nichtselbständige Tätig- keit behandelt und dafür auch Sozialversicher- ungsbeiträge abgeführt. Im Jahr 2006 beantragte sie über ein Statusfeststellungsverfahren, die Arbeit rückwirkend bis 1997 nicht als Anstellungs- verhältnis, sondern als selbständige Tätigkeit zu beurteilen, bekam Recht und erhielt die zu viel entrichteten 42.200 Euro Rentenversicherung zu- rück. Bei einer steuerlichen Betriebsprüfung wollte sich das Finanzamt an die sozialversicherungs- rechtliche Entscheidung anschließen. Da sich das steuerlich nachteilig ausgewirkt hätte, legte die

Ehefrau Einspruch ein. Der Fall ging bis zum Finanzgericht Rheinland-Pfalz, das der Ehefrau Recht gab.

Begründung des Finanzgerichts
Der steuerliche Arbeitnehmerbegriff ist eigenstän-diger Natur und nach den für das Steuerrecht maßgebenden Grundsätzen auszulegen. Deshalb hat die sozialrechtliche Einordnung für die steu- errechtliche Beurteilung keine Bindungswirkung.

Ausblick: Es erscheint schon mutig, sich durch unterschiedliche Argumentationen für die Sozial- versicherung als Selbständiger und für den Fiskus als Arbeitnehmer darzustellen. Denkbar ist, dass die erstattete Rentenversicherung zurückgefordert werden könnte.

Autor/Textnachweis: Infomedia News & Content GmbH

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